Über Einhor Fluffy und warum es nun Sprayer geworden ist
Wie aus einem technischen Problem eine visuelle Identität wurde Die ursprüngliche Idee war simpel: ein kleines Einhorn, das durch eine Feenwelt zieht und kleine Abenteuer erlebt. Ein klassisches Setup, eine vertraute Figur, ein locker formuliertes Konzept. Nach aufwendigeren Themen und…
Wie aus einem technischen Problem eine visuelle Identität wurde
Die ursprüngliche Idee war simpel: ein kleines Einhorn, das durch eine Feenwelt zieht und kleine Abenteuer erlebt. Ein klassisches Setup, eine vertraute Figur, ein locker formuliertes Konzept. Nach aufwendigeren Themen und komplexeren Kompositionen dachte ich, das hier würde unkompliziert werden.

War es nicht — und zwar aus Gründen, die ich nicht erwartet hatte.
Das erste Problem war die Gesellschaft. Bei der Bildgenerierung tauchte in mehreren Outputs ein Frosch auf.
Dann ein Waschbär. Nicht geplant, nicht im Prompt vorgesehen — sie waren einfach da und sahen aus, als würden sie dazugehören. Das ist etwas, auf das ich in diesem Prozess zu achten gelernt habe: Wenn die KI auf etwas besteht, das man nicht angefragt hat, und es funktioniert, dann ist das ein Signal. Der Frosch blieb. Der Waschbär sowieso.
Das zweite Problem waren die Kanten.
Paint-by-Numbers-Designs brauchen sauber getrennte Farbflächen — das ist das Grundprinzip des Formats. Aber die ursprünglichen Outputs hatten harte geometrische Ränder, die beim Nummerieren Doppelkonturen erzeugten: zwei Outlines nebeneinander, die visuell gegeneinander arbeiteten. Ein bekanntes Problem bei bestimmten Stilen — und es sah falsch aus.
Die Lösung war eine Pixel-Effekt-Nachbearbeitung. Ich habe den gesamten Batch durch einen Pixelisierungsschritt geschickt — nicht um Pixel Art im klassischen Sinne zu erzeugen, sondern um die harten Kontur-Artefakte in etwas Bewussteres aufzulösen. Das Ergebnis war anders als geplant. Kantiger. Retro-hafter. Die Figuren hatten plötzlich eine andere Energie — als wären sie aus einem Spiel einer Konsolen-Generation, an die man sich gern erinnert.
Der Pixel-Effekt wurde zur visuellen Signatur der Serie. Nicht durch Planung, sondern weil eine Notlösung besser war als der ursprüngliche Plan.
Was im PDF gelandet ist: 23 Seiten. Nummerierte PbN-Templates mit Farblegenden, saubere Outline-Versionen und Debug-/Vorschauseiten zum Nachschlagen der Nummern. Quadratische Kompositionen, A4-Format, 300 dpi. Die Motive zeigen die drei Figuren — Einhorn, Frosch, Waschbär — in ihrer Feenwelt, in dem kantigen, klar definierten Stil, den der Pixel-Pass erzeugt hat.
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Ich arbeite mit KI-Bildgenerierung und sage das offen. Der Aufwand liegt im Kuratieren: Welche Outputs haben die richtigen Proportionen? Welche Posen lassen sich im Malbuch-Maßstab klar lesen? Welche Pixel-Effekt-Ergebnisse funktionieren wirklich — und welche verwandeln die Figuren in Rauschen? Das ist der Part, der Zeit und Urteilsvermögen braucht. Dieser Batch hat mehrere Auswahlrunden durchlaufen, bevor irgendetwas ins finale PDF gekommen ist.
Das ganze Set ist kostenlos. Es ist eine spontane Serie, und das bleibt auch so.
Wer sehen möchte, wie ein Waschbär im pixelierten PbN-Format aussieht, kann es hier herunterladen.



