Borderlands: The Pre-Sequel

Game Review
7.6

Sehr gut

7.6

Sehr gut

Grafik - 8
Sound - 7
Gameplay - 8
Story - 6
Kult - 9

Jack  is back und auch die Kammerjäger, diesmal mit den Anfängen des „Nochhelden“ Handsome Jack.

Grafik

Die bereits bewährte aber dennoch sehr schöne Cellshading Grafik kommt zum Einsatz. Da das Spiel auf der PS3 und nicht für die PS4 erscheint kann man keine großen Sprünge in Sachen mehr Details oder anspruchsvollere Effekte machen. Das braucht Borderlands auch nicht unbedingt.

Update: Jetzt auch für die PS4 erhältlich als Paket zusammen mit BL2.

Die Maps

Die Entwickler haben versucht viele verschiede Territorien zu generieren, obwohl derMond als Hauptschauplatz eher eine triste und karge Landschaft sein müsste. Da man aber in dem Sience Fiction Schauplatz auch Weltraumbasen erkunden kann gibt es hier oft genug Abwechslung. Mich begeistern immer die realistisch in Szene gesetzten Hintergrund Szenen. So sieht man auch die Helios Weltraumkanone, wie diese auf den Mond schießt oder wie es alles wackelt, wenn man unter Beschuss ist. Die Atmosphäre ist also sehr schön insziniert. Der einzige Negativpunkt sind die teilweise großen Areale, die mit wenigen Details überwunden werden müssen.

Cut Szenen

Die Film- und Cutszenen spielen sich meist in der Gamegrafik ab, in der wir selbst steuern können, wo wir hinschauen. Das kann dazu führen, dass ein paar Ereignisse verpasst werden, wenn ihr abgelenkt in irgendeiner Ecke nach Loot sucht. Die paar Scripts für Szenen sind aber dann sehr ansehnlich.

Charakterdesign

In diesem Bereich lässt sich Borderlands The Pre Sequal nichts vormachen. Die vorgestellten neuen (alten) Charaktere sind sehr stylish. Auch Bosse und Nebencharaktere sind sehr individuell und liebevoll gestaltet. Bezeichen wir kurz Waffen und Ausrüstung als Charaktere, dann nuss man auch wieder ein Kompliment an die verschieden, teilweise sehr coolen, Waffendesigns machen. Von fette Wumme bis schlanke elegante Pistole ist alles in verschienden Stilen und Farben vorhanden.

Sound

Waffendsoundeffekte wirken realistisch und die Hintergrundmusik ist passend, aber nicht zu sehr im Vordergrund. Die Musik fühlt ich in den meisten Teilen des Spiels so gut ein, dass es faßt als natürlich wahrgenommen wird.

Synchronisation

Viel der guten Geschichte erzeugen die Sprecher mit ihrer Performance. Eigentlich kann man nur sagen, dass es kaum ein besseres Spiel gibt in dem die Sprecher den Charakteren so viel Leben und Charme einhauchen. Besonders Jack und Claptrap sind wieder Super Badass! Der Rest ist nicht weniger begabt. Den Unterschied zur englischen Ausgabe kann ich leider nicht beurteilen. In einigen Berichten ist die Rede, dass diese Synchronisation noch besser ist, ich kann aber auch die deutsche jedem Borderlands Neuling oder geübten Kammerjäger an Herz legen. Auch Sätze der Gegner und NPCs bei Missionen sind unterhaltsam und bestens umgesetzt.

Gameplay

Wir haben das aus dem ersten und zweiten Teil bekannte und beliebte Gameplay mit einigen Anpassungen. Diese sind keine wirklichen Neuheiten, aber bringen ein paar interessante neue Aspekte in das Spielgefühl.

Diese Mechaniken sind neu aktuellen Borderlands:

  • Schwerkraft / Schwerelosigkeit
  • O2 Versorgung
  • Eis Element
  • Laserwaffen
  • Der Grinder

Wie wirken diese Mechanismen im Spiel?

Die Sprünge in der Schwerelosigkeit mit der Fähigkeit zu schweben durch die eingebauten Sauerstoffdüsen fühlt sich gut an und erinnert an ein paar Klassen aus Destiny mit Doppelsprung. Leider kommt es an einigen Stellen zu jump and run ähnlichen Passagen, die mir überhaupt nicht liegen. Dabei komme ich oft an Stellen, wo ich versuche eine Plattform zu treffen und dann in dem Abgrund falle. Das erweist sich teilweise als nerviges Element, was Borderlands nicht unbedingt braucht.

Das Laufen von Sauerstoff Station zur nächsten wird irgendwann Routine, aber wird auch ab und an zum ungewollten Extra.

Daß neue Element Eis fügt sich super in die Spielmechanik ein. Der Gegner kann erstarren und dannach mit Nahangriff sogar zerstört werden. Da Slag erst noch erfunden wird haben wir das Element entsprechend nicht im Spiel.

Der neue Waffentyp Laser erweist sich als echter Gewinn für das schon vorher sehr umfangreiche Waffenarsenal. Es gibt verschiedene Laservarianten: konstante Strahlen, Salven oder Streuschüsse. Die Werte für Feuerrate und weitere Werte sind sehr variabel. Schon am Anfang des Spiel wird auf Vorzüge der Laserwaffen in einem Dialog von Tourg und der Mechanikerin hingewiesen.

Der Grinder ist eine sehr intelligente Neuerung. Wie oft kommt es schon vor, dass der Rucksack voll mit unnötigen Waffen niedriger Qualität ist? Da hilft der Gründer weiter. Er ist Recht frühzeitig in einer Mission auf Concordia verfügbar. Er macht aus alt neu und besser. Eine Schrott Waffe kann zum Badass Unikat werden. Naja übertrieben will ich nicht, denn es ist auch Glück und etwas Wissen über die Rezept notwendig. Drei alte Waffen oder auch Ausrüstung kann eine Seltenheitsstufe aufgewertet werden.

Was bleibt beim Alten?

Gegnertypen

Auch wie den Vorgängern kämpfen wir uns durch eine Reihe von fiesen Gegnern, die uns an den Kragen wollen. Dabei gibt es aber nicht sehr viele neue Arten. Meist kommen uns Banditen oder menschliche Gegnern in die Quere, selten finden sich spezielle Mondmonster auf dem Weg zu nächsten Ziel. Es sind fliegende oder laufende Bestien, die auch Elemente wie Feuer besitzen. Alles in allem greift am aber auf Recht bekannte Typen zurück.

Das Highlight eines jeden Kapitels sind die Bosse. Wiedereinmal werden diese sehr nett eingeführt und haben alle eine spezielle Strategie, Waffen und Schwachpunkte. Eine der Stärken von Borderlands wird wieder gezeigt, den die Bosse sind sehr individuell und haben auch einen gewissen Anspruch. Die Arenen sind so gestaltet, dass die Bossfights nicht wie bei Boderlands 2 teilweise möglich, in einer Deckung sitzend gewonnen werden können. Das kann im Einzelspieler oft sehr frustrierend, weil schwer sein, aber gibt auch die nötige Herausforderung.

Das was das Leben ausmacht: Looten

ausrüstungswahlWieder droppen Gegner und Kisten Gegenstände wie Waffen, Schilde, Mods, Ozkits, Geld oder Munition. Dabei haben wir die bekannten Seltenheiten:

  • Weiß – normal
  • Grün – selten
  • Blau – unique
  • Lila – besonders
  • Orange – LEGENDÄRE

Die Jagt nach legendären Gegenständen geht also wieder in eine neue Runde. Durch den Grinder kann hier dem Zufall ein wenig nachgeholfen werden.

Wähle deine Waffen – Kammerjäger Klassen

Gladiatorin

Leider habe sie noch nicht gespielt, daher kann ich über die Spielbarkeit keine Auskünfte geben. Sie besitzt einen Schild mit dem sie Schaden und frontalen Nahkampf blocken kann.

Vollstrecker – Willhelm

Auch diese Klasse habe ich noch nicht gespielt. Aber die Drohnen, diese zur Unterstützung rufen kann ist wohl eine der praktischen Lösungen für Angriff und Verteidigung.

Rechtbringerin – Nisha

Sie verfügt über den Showdown, der für eine gewisse Zeit eine Art Headshotglitch ermöglicht. Jeder Call of Duty Spieler wird jetzt neidisch.

Claptrap – The Fragtrap

Ohmann ist das genial. Endlich kann man die Steuerung über den Kultroboter übernehmen. Dieser spielt sich aber nicht so leicht. Man bekommt auch zuvor die „Warnung“ und Nachfrage, ob man wirklich mit der Klasse spielen will. Der Skill Subroutine erzeugt abwechselnd unterschiedliche Effekte. Einmal ist man ähnlich wie der Gunzerker mit zwei Waffen im Dauerfeuer unterwegs und ein andermal ist es die Fähigkeit unaufhörlich als Ente runzuspringen.

Jack Doppelgänger

Erste DLC Klasse. Mehr folgt demnächst.

Schwierigkeitsgrad

Die Raid Bosse sind im Vergleich mit den NPCs auf den Maps sehr viel schwerer und benötigen eine eigene Taktik und auch das entsprechende Level.

Story

Was heißt eigentlich Per Sequal? Für alle, die es nicht wissen oder die beiden Vorgänger nicht gespielt haben. Es ist eine Geschichte der Ereignisse vor Teil 2 und nach Teil 1. So setzt sich also der Titel zusammen – pre: vor der Story aus Teil 2 und sequal: eine Fortsetzung aus Teil 1. Für wen ist die Story gedacht? Eigentlich kann jemand der Teil 1 kennt schon gut was mit der Story anfängen, aber für alle die Teil 2 kennen ist es nicht ein großer Spoiler, sondern eher eine interessante Brücke für beide Teile.

Ihr erlebt das alles als Erzählung aka flashback einer der neuen Charaktere. Die Geschehnisse finden auf der Weltraum Kanone Helios und dem Mond statt. Die bekannten Konzerne Dahl und Hypirion sind wieder zentral von Bedeutung.

Die Charaktere

Jack

Der Dreh – und Angelpunkt der Story. Seine Entwicklung vom Held zum Phychopaten steht im Mittelpunkt der gesamten Geschichte. Als Kammerjäger begleiet ihr Jack auf dem Weg seine Zeile zu erreichen.

Moxxi und die Kammerjäger

Die Crew ist auch in diesem Borderlands Teil vertreten. Besonder Moxxi, Lilith und Roland spielen mit. Sie kommen mit Jack recht früh in Kontakt.

Die neuen Kammerjäger

Sie sagen immer mal etwas und sollen auch eine individuelle Synchronisation auslösen. Alles in allem findet aber keine Charakterentwicklungen statt. Die Story bleibt hauptsächlich bei Jack und den Nebencharakteren, über die Kammerjäger, die man steuert erfährt man verhältnismäßig wenig.

Fazit

Jack is back – der Weg des Helden zum Superschurken ist sehr interessant und das Spiel lohnt sich in allen Belangen. Ob es nun besser als Teil 2 ist oder nicht, entscheidet Ihr dann selbst und auch über die Frage ob Laser oder Explosionen 🙂

Alle Bilder und Videos (c) by Publisher: 2K Australia